Odenwälder Baumaschinen

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Odenwälder

Neueröffnung mit großer Hausausstellung

Blick ins Baugeräte-Center von Odenwälder.

MÖRLENBACH (ABZ). – Das Städtchen Mörlenbach, 10 000 Einwohner, liegt im Kreis Bergstraße, im Odenwald. Ein beliebtes Naherholungsbiet, außerdem ein günstiger Standort für die metallverarbeitende Industrie und für Kleingewerbe – was daran liegt, dass die Gegend zur sogenannten Metropolregion Rhein-Neckar zählt. „Davon profitieren wir alle“, sagt Heinz Odenwälder, Geschäftsführer der in Mörlenbach ansässigen Odenwälder Baumaschinen GmbH. Sie ist auf den Handel mit Baugeräten und Elektrowerkzeugen spezialisiert und bedient von ihrer Zentrale aus Kunden in einem Radius von bis zu 100 km, also auch in Karlsruhe und Frankfurt, Kaiserslautern und Aschaffenburg. Hauptzielgruppe des 1949 von Heinz Odenwälders Großvater Friedrich Odenwälder gegründeten Unternehmens, war früher das Bauhauptgewerbe. Inzwischen, sagt Odenwälder, Jahrgang 1960 und seit 1984 im Betrieb tätig, seien Hoch-, Tief- und GaLa-Bau sowie das komplette Nebengewerbe von zunehmender Bedeutung. „Sie können sich nicht mehr nur auf den Bau verlassen“, sagt er.

Bestand für Friedrich Odenwälder in der Gründungszeit der Firma die Hauptaufgabe darin, mit dem Rad von Kunde zu Kunde zu strampeln, den Rucksack gefüllt mit Musterwerkzeugen wie Maurerkelle und -hammer, Senklot und Wasserwaage, die es an den Mann zu bringen galt, so muss sein Enkel heute unter anderem gegen immer stärkeren Wettbewerb ankämpfen und Strategien entwickeln, um Angeboten aus dem Internet standzuhalten. „Das ist eine unserer Hauptaufgaben: Eine Antwort zu finden auf die Frage, wie man sich heutzutage als stationärer Händler behaupten kann.“ Die Antwort hat sieben Buchstaben: Service. „Uns kann man ansprechen, und wir helfen sofort“, betont er und berichtet von einem Kunden, der im Netz ein teures Ladegerät für ein Elektrowerkzeug gekauft habe – und dann war es ein 110-V-US-Gerät, für den Kunden unbrauchbar. „Da kauft man doch lieber wieder beim Fachhändler“, sagt er. So kann man als klassischer Händler vom Digitalgeschäft profitieren.

Fünf Niederlassungen betreibt Odenwälder: am Hauptstandort Mörlenbach, in Ludwigshafen, Schwebheim, Merseburg und seit Anfang 2015 auch in Kürnach. „Wir haben nach fast 15 Jahren unsere Niederlassung aus Würzburg nach Kürnach verlegt, weil wir mehr Platz brauchten“, sagt Heinz Odenwälder. Die neue Niederlassung, die vom 8. bis 10. Mai 2015 offiziell mit einer großen Hausmesse eröffnet wird, umfasst 9000 m². „Die Niederlassung in Kürnach umfasst nicht nur das ‚BaugeräteCenter‘, die Verwaltung und Schulungsräume, sondern auch eine moderne Werkstatt mit Hallenkran und Waschhalle – und natürlich auch den Mietpark.“

Die Vermietung von Baumaschinen und -geräten, die bei Odenwälder schon seit Ende der fünfziger Jahre zum Geschäft gehört, wächst dynamisch. „Mittlerweile machen wir fast 40 % unseres Umsatzes im Vermietungsgeschäft. Entsprechend unterhalten wir an jeder Niederlassung einen Mietpark“, sagt Andreas Hook, Assistent der Geschäftsführung und mit verantwortlich für das Mietgeschäft. Von der wachsenden Bedeutung des Geschäftszweiges überzeugt, war das Unternehmen 2009 Gründungsmitglied der MIETEplus-Gruppe. Aus Sicht von Andreas Hook gibt es im Wesentlichen zwei Gründe, warum die Mitgliedschaft in einem starken Netzwerk für mittelständische Vermietungsunternehmen gerade heute von zentraler Bedeutung ist. „Der eine Trend im Mietgeschäft geht ganz klar in Richtung Spezialisierung“, sagt Andreas Hook. „Einen Minibagger können Sie mittlerweile an jeder Ecke mieten. Worauf es ankommt, sind – um es am Beispiel des Minibaggers zu erläutern – die Anbaugeräte vom Hydraulikhammer bis zum Sortiergreifer.“ Je tiefer aber der Grad der Spezialisierung, desto wichtiger sei es, unproblematisch auch auf den Mietpark der Partnerunternehmen zugreifen zu können, um die Kunden nicht nur überregional versorgen, sondern ihnen auch ein möglichst breites Sortiment anbieten zu können. „Der Austausch mit den MIETEplus-Partnern funktioniert hier reibungslos.“

Der zweite wichtige Trend auf dem Mietmarkt lautet „Markenbildung“. „Um den Großkonzernen Paroli bieten zu können, müssen wir mittelständischen Familienunternehmen unter einer einheitlichen Marke auftreten, die den Kunden vermittelt: Hier werde ich kompetent beraten und kann zu fairen Konditionen mieten. An dieser Markenbildung arbeiten wir verstärkt“, sagt Hook, der in der MIETEplus-Gruppe für das Marketing mitverantwortlich ist. Für die Odenwälder Baumaschinen GmbH hat sich die Mitgliedschaft in der Gruppe gelohnt. Nicht nur finanziell, wie Hook betont. „Wir sind zwar alte Hasen im Vermietungsgeschäft, profitieren aber gerade von den ‚Neuen‘, die zu uns kommen, weil sie frische Ideen mitbringen.“

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